Die SBB Baskets behalten zu Hause die weiße Weste. Auch im 3. Heimspiel konnte man den Heimvorteil mit den Fans im Rücken nutzen. Kam man am Anfang noch etwas schwer in Fahrt, blühte das Team um Kapitän Philipp Lieser spätestens im 2. Viertel so richtig auf.

Den Start beim Heimspiel am 02.11.2019 machten diesmal die Bühnenmäuse von Roger Altenburg mit ihrem Song “Licht am Horizont”. An unserem Blauen-Nasen-Tag stand alles im Zeichen der Kinderkrebshilfe. 1€ pro verkauftem Ticket ging als Spende in den Blaue Nase hilft e.V.! Die Fans erschienen zahlreich an diesem Abend und so konnte man 690,00 € von den Einnahmen entsprechend Spenden. Aber damit nicht genug, “so kurz vor Weihnachten hatten wir uns als vorzeitiges Geschenk überlegt, die Spende um weitere 2.000,00 € zu erhöhen. Was die Blauen Nasen da leisten ist fantastisch und wir möchten uns selbstverständlich als neuer Partner und Wegbegleiter im Kampf gegen den Krebs einsetzen”, überraschte Dirk Uhlemann die Blauen Nasen bei der Scheckübergabe in der Halbzeit.

“Bei uns gibt es wenig Unterschiede zwischen den Start- und Bankspielern, alle Jungs haben ein hohes Niveau und das konnte man heute deutlich sehen”

Beflügelt von der tollen Stimmung in der Halle, starteten die SBB Baskets etwas nervös ins Spiel. Mit Stade standen starke Gäste auf dem Parkett, welche mit einer Bilanz von 3 Siegen aus 4 Spielen an die Ohre reisten. Gerade durch die beiden Import-Spieler, Nil Angelats und Reco McCarter, setzten sich die Gäste entsprechend in Szene und so stand es nach 5 Minuten lediglich 8 zu 5. Baskets Coach Potthast brachte nach und nach seine zweite Fünf aufs Parkett, welche prompt das Spiel an sich rissen. “Bei uns gibt es wenig Unterschiede zwischen den Start- und Bankspielern, alle Jungs haben ein hohes Niveau und das konnte man heute deutlich sehen”, lobte Headcoach Eiko Potthast sein Team für die Leistung an diesem Samstag Abend. Angeführt von Dominick von Waaden und Joe Hardt, welche die Intensität in der Defense konstant hoch hielten, konnte man das 1. Viertel mit 21:9 deutlich für sich entscheiden. Aber es sollte noch deutlicher werden.

Im 2. Viertel setzen sich die Wolmirstedter besonders unter dem Korb gegen die auf dieser Position ersatzgeschwächten Norddeutschen durch. Bereits nach 15 gespielten Minuten stand ein deutliches Ergebnis von 30:14 auf der Anzeigetafel. Die Schippe vor der Halbzeit legten dann Jordan Talbert und Deji Adekunle drauf. Mit einem Stand von 41:24 ging es in die Kabine.

“Nach der Halbzeit zeigt sich, wer die Energie weiter nutzen kann oder sie bei einem Rückstand aus der Kabine mitbringt. […] Aus der Kabine sind wir bislang nicht so stark zurückgekommen, hatten oft Startschwierigkeiten und kleine Fehler.”

“Nach der Halbzeit zeigt sich, wer die Energie weiter nutzen kann oder sie bei einem Rückstand aus der Kabine mitbringt”, so Assistant-Coach Marius Gumpert mit dem Rückblick auf die letzten Spiele. “Aus der Kabine sind wir bislang nicht so stark zurückgekommen, hatten oft Startschwierigkeiten und kleine Fehler”. Der Start der zweiten Halbzeit war auf beiden Seiten sehr defensiv orientiert. So erzielte Jeramie Woods erst nach 3 Minuten die ersten Punkte für die Hausherren. Damit war der Bann allerdings gebrochen; unser Kapitän Philipp Lieser übernahm Offensiv die Verantwortung und so schraubten die Baskets die Führung durch einen 17:0-Lauf auf zwischenzeitlich 32 Punkte hoch.

Angetrieben durch die zahlreichen Fans in der Halle der Freundschaft, startete das Schlussviertel genau so, wie man aufgehört hatte. Die Stimmung kochte über, als der am Montag ins Team zurückgekehrte Felix Neumann das Parkett für seinen ersten Einsatz im Trikot der SBB Baskets betrat.

“Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und welche Leistung sie hier heute gezeigt haben.”

Bei einem Stand von 74:36 ließ SBB Baskets Coach Potthast keine Luft ran und trieb seine Jungs von der Linie noch einmal richtig an. “Es ist wichtig niemals aufzuhören und weiter zu kämpfen, fängt man an, sich diese Einstellung anzunehmen, kommt man da schwer wieder raus. Gerade in engen Spielen kann uns so etwas den Sieg kosten”. Aber seine Jungs hörten in keiner Sekunde auf, der Druck auf den Ball immer größer, konnten einige Fehlpässe, Zeitspiel durch abgelaufene Wurfuhr und Steals forciert werden. Lediglich am Ende gelang Stade noch ein einfacher Korbleger, welcher dem Sieg von 78:43 nicht mehr gefährlich werden konnte. Die Freude auf der Seiten der Baskets natürlich groß, betonte Eiko Potthast nochmals: “Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft und welche Leistung sie hier heute gezeigt haben.”

Viertelstände (SBB Baskets vs VfL Stade): 21:9, 20:15, 19:5, 18:14

Punkteverteilung SBB Baskets: Lieser (14), Hart (12), Lungongo (12), Rockmann (10), Adekunle (8), Talbert (8), Wascher (6), Gabric (4), von Waaden (2), Woods (2). Im Aufgebot: Günther, Neumann