Die Rollen zum Rückrunden-Start sind klar verteilt. Die SBB Baskets wollen im Aufstiegskampf am Samstag um 16.45 Uhr beim aktuell Tabellenletzten, den Weser Baskets Bremen, am 13.Spieltag der 1.Regionalliga Nord die nächsten zwei Punkte holen.

„Wir hatten bisher eine Trainingswoche mit guter Intensität nach unserem Pokalsieg am vergangenen Samstag. Alle sind fokussiert auf die Meisterschaft, dafür wollen wir jedes Spiel gewinnen“

In der Liga sind die Bremer als Aufsteiger, der große Underdog, haben noch kein Spiel gewonnen. In der Hinrunde siegten die Ohre-Riesen klar 104:63 gegen die Jungs von der Weser. Aber unterschätzen ist nicht. „Wir hatten bisher eine Trainingswoche mit guter Intensität nach unserem Pokalsieg am vergangenen Samstag. Alle sind fokussiert auf die Meisterschaft, dafür wollen wir jedes Spiel gewinnen“, sagt Headcoach Eiko Potthast und hat sein Team fast komplett. „Jeramie Woods wird wegen seiner Sprunggelenks-Verletzung weiterhin ausfallen. Bei ihm müssen wir von Spiel zu Spiel schauen und entscheiden, wann er wieder einsatzfähig ist“, bestätigt Cheftrainer Eiko Potthast.

„Natürlich besteht die Gefahr, dass Bremen eine Fahrstuhlmannschaft wird“

„Natürlich besteht die Gefahr, dass Bremen eine Fahrstuhlmannschaft wird“, sagt Bremens Sportdirektor Dejan Stojanovski. Die Weser Baskets haben nach eigenen Angaben den mit Abstand geringsten Etat der Liga. In vielen Regionalliga-Mannschaften sind Profi-Spieler beschäftigt. In Bremen bekommen die Spieler keinen Cent. Außerdem sind die Trainingsbedingungen eher suboptimal. „Es fängt an bei den Hallenzeiten in Bremen. Wir trainieren nie auf dem gleichen Feld in der Woche. Wir haben drei unterschiedliche Trainingshallen, das ist alles andere als professionell“, sagte Spieler Patrick Iffland. Trainer Cai Kaiser glaubt daran, dass genügend Basketball-Potenzial da ist in Bremen. Er will auch weiter an die Chance auf den Klassenverbleib in dieser Saison glauben. „Wir hatten ja auch immer gute Phasen in unseren Spielen“, sagt er.

Dass die Mannschaft in jedes Spiel als Underdog gehen werde, sei doch von Anfang an klar gewesen. Spitze ist Bremen aber auch. Jonas Liermann ist der Spieler, der in der Liga bislang die meisten Drei-Punkte-Würfe (40 in 11 Spielen, Quote 3,6) ins Ziel brachte. „Die Weser Baskets haben vier sehr gute Schützen im Team“, sagt SBB Baskets Headcoach Eiko Potthast. „Es gibt dazu noch zwei Dinge, die Bremen auszeichnen. Sie spielen sehr unkonventionell, haben viele Spieler mit gleicher Körpergröße. Und sie spielen sehr sehr hart. Egal ob es ein enges Spiel ist oder bei 30 Punkten Rückstand, das Team lässt immer alles auf dem Feld. Sie geben niemals auf.“

„Wir haben alles selbst in der Hand. Es ist immer schön, wenn man Sachen selbst kontrollieren kann. […]“

Der Aufstieg ist das große Ziel für die Wolmirstedter Jungs. „Wir haben alles selbst in der Hand. Es ist immer schön, wenn man Sachen selbst kontrollieren kann. So ist es momentan bei uns. Jetzt heißt es, hart arbeiten und die Sachen, die Eiko (Headcoach Eiko Potthast, d.R.) von uns will, hundertprozentig im Spiel umzusetzen“, sagt SBB Baskets Kapitän Philipp Lieser. “ Dann haben wir als Team gute Chancen, unser großes Ziel im April zu erreichen.“ Der nächste Schritt ist am Samstag der Auswärtssieg bei den Weser Baskets Bremen.